Was bedeutet das geplante Verbot chinesischer Komponenten für autonome Lkw?
Entwickler autonomer Lkw wussten, dass das Handelsministerium kurz davor stand, bestimmte chinesische Komponenten zu verbieten. Tatsächlich kam die vorläufige Regelung dieser Woche später als erwartet. Nun müssen sie herausfinden, was das bedeutet. Bisher haben sie nicht viel zu sagen. Von den führenden fahrerlosen Lkw-Unternehmen – von denen zwei noch vor Jahresende auf den Markt kommen könnten – hat nur Plus einen substanziellen Kommentar abgegeben. Andere lehnten dies ab oder verwiesen auf eine wenig aussagekräftige Erklärung des Verbandes der Automobilindustrie (Autonomous Vehicle Industry Association).
Ein nationales Sicherheitsrisiko
Zuerst einige Hintergründe. Am Montag hat das Handelsministerium eine Mitteilung über geplante Regelungen herausgegeben, die den Import und Verkauf von chinesischer und russischer Software und Hardware, die üblicherweise in Fahrzeugkonnektivitätssystemen (VCS) und automatisierten Fahrsystemen (ADS) zu finden sind, wirksam verbieten würde. Der Vorschlag nennt die nationale Sicherheit als Begründung für die Verhinderung der Integration spezifischer Software- und Hardwareteile in in den USA hergestellten Fahrzeugen. Dies betrifft sowohl Pkw als auch Nutzfahrzeuge. Es würde auch chinesische AV-Unternehmen daran hindern, in den USA zu testen und einzusetzen. Russland wird genannt, ist aber kein wirklicher Akteur in der vernetzten Fahrzeugsoftware.
„Diese Technologien umfassen Computersysteme, die die Fahrzeugbewegung steuern und sensible Fahrer- und Passagierdaten sammeln, sowie Kameras und Sensoren, die automatisierte Fahrsysteme ermöglichen und detaillierte Informationen über die amerikanische Infrastruktur aufzeichnen“, heißt es in einem Faktenblatt des Weißen Hauses.