Streik an US-Ost- und Golfküstenhäfen beendet, aber Lieferketten werden Wochen zur Erholung brauchen
Die Streikmaßnahmen in den Häfen der US-Ost- und Golfküste sind nach Erzielung einer neuen Lohnvereinbarung beendet worden. Ein Rückstau von mehr als 40 Schiffen, die auf die Entladung von Fracht im Wert von Milliarden von Dollar warten, bedeutet jedoch, dass die Störung noch nicht vorbei ist. Die International Longshoremen’s Association (ILA) und die United States Maritime Alliance (USMX) haben eine vorläufige Lohnvereinbarung erzielt und den Master Contract bis zum 15. Januar 2025 verlängert, um weitere Verhandlungen, insbesondere über die Automatisierung von Häfen, zu ermöglichen. Der Streik dauerte drei Tage. Am 10. Oktober um 5 Uhr morgens (Eastern Time) warteten 44 Schiffe auf die Einfahrt in die betroffenen Häfen, und mehr als 120 weitere waren unterwegs. Peter Sand, Chefanalyst bei Xeneta, kommentierte: "Eine anhaltende Krise dieses Ausmaßes wäre für die globalen Lieferketten toxisch gewesen, daher atmet der Markt erleichtert auf." Er fügte hinzu: "Die Schließung aller Häfen an der US-Ost- und Golfküste, selbst für nur drei Tage, hat schwerwiegende Folgen. Wir müssen nun abwarten, wie schnell die zurückkehrenden Arbeiter in der Lage und willens sind, den riesigen Rückstau von Schiffen zu bewältigen, die auf die Entladung von Tausenden von Containern mit Waren im Wert von Milliarden von Dollar warten." Sand geht davon aus, dass sich die Welleneffekte des Streiks in den kommenden Wochen auf die globalen Lieferketten ausbreiten werden, und erklärte: "Die Dutzenden von Schiffen, die an der US-Ost- und Golfküste verspätet sind, werden auch bei der Rückkehr nach Fernost verspätet sein. Dies wird die Zeitpläne beeinträchtigen..."