Lloyd's Register hat eine grundsätzliche Genehmigung (Approval in Principle) für ein hybrides, nuklearbereites Energiekonzept erteilt, das gemeinsam mit der australischen Schiffsdesignfirma Seatransport entwickelt wurde. Dieses innovative Konzept integriert Micro Modular Reactors (MMRs) mit herkömmlichen dieselelektrischen Systemen und ist für zwei amphibische Hecklandungsfähre-Designs mit Längen von 73 bzw. 90 Metern konzipiert. Die Genehmigung folgt auf mehrere Jahre technischer Zusammenarbeit, in denen die Unternehmen nachgewiesen haben, dass lizenzierbare MMRs sicher mit etablierten dieselelektrischen Antrieben kombiniert werden können, um Schiffe mit großer Reichweite und deutlich reduziertem Kraftstoffverbrauch und geringeren Emissionen zu schaffen. Seeproben auf einer kürzlich gestarteten 73-Meter-Hecklandungsfähre, die unter konventioneller Energie betrieben wurde, bestätigten die Designannahmen für die MMR-Integration und lieferten eine technische Grundlage für die Hybridkonfiguration. Die Hecklandungsfähre-Plattform von Seatransport blickt auf über 25 Jahre Betriebserfahrung zurück. Die Ergänzung um hybride Nuklearfähigkeiten soll eine praktisch unbegrenzte operative Reichweite, eine verlängerte Missionsdauer und zuverlässige Leistung in anspruchsvollen Umgebungen, einschließlich entlegener und unvorbereiteter Küstenlandungsplätze, ermöglichen. Dieser Ansatz verspricht auch eine geringere Abhängigkeit von konventionellen Kraftstoffen und niedrigere Emissionen über das gesamte Betriebsprofil des Schiffes. Die in Betracht gezogenen MMR-Einheiten reichen von 1,2 MW bis 2,6 MW und unterliegen laufenden technischen und regulatorischen Bewertungen.