IAPH führt neuen GHG-Leistungsindikator als Ergänzung zum IMO CII ein
Die zweiundachtzigste Sitzung des Ausschusses zum Schutz der Meeresumwelt (MEPC82) bewertet derzeit die Wirksamkeit des Kohlenstoffintensitätsindikators (CII) der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO) bei der Bewertung der Treibhausgas (GHG)-Leistung verschiedener Schiffstypen. Die Internationale Vereinigung der Häfen und Häfen (IAPH) erkennt den CII als vorteilhaft an, stellt jedoch brancheninterne Bedenken hinsichtlich seiner Einschränkungen fest. Als Reaktion darauf entwickelt die IAPH ihren eigenen GHG-Leistungsindikator, der in einen erweiterten und überarbeiteten Environmental Ship Index (ESI) der IAPH integriert wird. Dieses neue System soll bis 2026 vollständig betriebsbereit sein. Der Indikator der IAPH wird einen Well-to-Wake (WtW)-Ansatz verfolgen und sich auf die Kohlenstoffintensität der gebunkerten Kraftstoffe konzentrieren, anstatt auf die gefahrene Strecke. Diese Methodik soll vielfältige operative Realitäten besser berücksichtigen, wie z. B. verlängerte Liegezeiten, die derzeit die CII-Ergebnisse verzerren können. Sie ist für alle Schiffstypen und -größen, einschließlich Schiffe unter 5.000 Bruttoregistertonnen, anwendbar. Der überarbeitete ESI wird Kraftstoff-Kohlenstoffintensitätsdaten aus Bunker Delivery Notes oder IMO-Standardwerten verwenden und das Treibhauspotenzial verschiedener Kraftstoffe berücksichtigen. Die IAPH beabsichtigt, den ESI jährlich nach Überprüfung durch Klassifikationsgesellschaften zu aktualisieren. Diese Änderungen zielen darauf ab, die derzeitigen Systeme zu verbessern, um Innovationen bei Technologien zur Kohlenstoffreduzierung an Bord von Schiffen, wie z. B. Kohlenstoffabscheidung, Windunterstützung, Batterien und Luftschmierung, effektiver zu bewerten und zu fördern. Ein separater Innovationsmodul ist ebenfalls geplant.