Brokerhaftung vor dem Obersten Gerichtshof: Richter debattieren die Bedeutung von „Kraftfahrzeugen“
Es gab eine Phase der Befragung von Theodore Boutrous während der mündlichen Verhandlungen am Mittwoch vor dem Obersten Gerichtshof der USA zu Montgomery gegen Caribe Transport II, dem möglicherweise bahnbrechenden Fall zur Brokerhaftung, die die 3PL-Gemeinschaft sehr wahrscheinlich nervös machte.
Boutrous ist der externe Anwalt von C.H. Robinson (NASDAQ: CHRW), dem 3PL, das Caribe beauftragte, welches wiederum einen Lkw hatte, der 2017 am Straßenrand in Illinois den Lkw-Fahrer Shawn Montgomery erfasste und schwer verletzte. Boutrous, Partner im Büro der Anwaltskanzlei Griffin Dunn in Los Angeles, beantwortete Fragen der Richter zu seiner Auslegung des Federal Aviation Administration Authorization Act (F4A), des transportbezogenen Gesetzes von 1994 mit Abschnitten, die widersprüchlich ausgelegt werden könnten.
Richterin Elena Kagan, die im Laufe der rund 90-minütigen Verhandlungen weitgehend sympathisch gegenüber der Idee eingestellt schien, dass Broker für Sicherheitsprobleme im Zusammenhang mit von ihnen beauftragten Lkw haftbar oder fahrlässig gemacht werden könnten, sagte, sie habe zugegebenmaßen eine „simple Sichtweise darauf“.
Die Frage, die dem Gericht und den Berufungsgerichten, deren widersprüchliche Entscheidungen zu diesem wegweisenden Moment am Mittwoch führten, vorgelegt wurde, war, ob die Sicherheitsausnahme im F4A die Tür für Broker öffnete, in Klagen wegen der Sicherheit von Spediteuren hineingezogen zu werden.