Die kanadische Frachtfluggesellschaft Cargojet hat den Rückgang der E-Commerce-Sendungen von China nach Nordamerika, der durch US-Zölle verschärft wurde, erfolgreich gemeistert, indem sie neue Geschäfte für UPS nutzte. Diese neue Einnahmequelle sowie die Neuausrichtung ihrer Flotte auf nachfragestarke Regionen wie Südamerika haben Cargojet geholfen, einen Rückgang der Chartereinnahmen im vierten Quartal um 32 % auszugleichen.

Im November wurde Cargojet von UPS und in geringerem Maße von FedEx beauftragt, bemannte Charterflüge innerhalb ihrer Paketliefernetze durchzuführen. Diese Nachfrage entstand, nachdem ein schwerer Zwischenfall bei UPS in Louisville, Kentucky, bei dem ein Frachtflugzeug beim Start abstürzte, dazu führte, dass alle MD-11-Flugzeuge auf unbestimmte Zeit am Boden bleiben mussten. Sowohl UPS als auch FedEx haben insgesamt 56 MD-11-Flugzeuge derzeit außer Betrieb, die während der laufenden Unfalluntersuchung obligatorischen Inspektionen unterzogen werden.

Flugdaten von Mitte November zeigten, dass Cargojet vier Schmalrumpfflugzeuge vom Typ Boeing 757-200 zwischen dem globalen Luftdrehkreuz von UPS in Louisville, Kentucky, und seiner Basis am Hamilton International Airport in der Nähe von Toronto einsetzte. Die Zusammenarbeit mit UPS hat sich seitdem erheblich verstärkt, wobei laut Flightradar24 nun mehrere tägliche Flüge zwischen Louisville, Hamilton und Toronto durchgeführt werden. In den letzten drei Monaten hat Cargojet 14 Schmalrumpfflugzeuge vom Typ Boeing 757-200 für Flüge zwischen der Region Toronto und Louisville eingesetzt. Der genaue Umfang der Leasingverpflichtung von UPS bleibt aufgrund der austauschbaren Nutzung der Flugzeuge unklar, wobei einige unregelmäßige Dienste anbieten, während andere über längere Zeiträume tägliche Pendelflüge durchführen.