Die neuesten Hafendurchsatzzahlen spiegeln die Auswirkungen zahlreicher unvorhergesehener Ereignisse wider, die globale Lieferketten gestört und zu Staus an wichtigen Terminals weltweit geführt haben. Diese Störungen, darunter die Pandemie, Konflikte in der Ukraine und im Nahen Osten, die Blockade des Suezkanals durch die Ever Given und die Dürre, die den Panamakanal betrifft, haben ein chaotisches und volatiles Schifffahrtsumfeld geschaffen. Diese Turbulenzen haben die Branche erheblich herausgefordert, und die Reaktionen der Verlader spiegeln sich nun in den aktuellen Hafenvolumendaten von Alphaliner wider. Die Zahlen deuten darauf hin, dass Verlader im Vorgriff auf die Hochsaison Fracht vorgeordert haben. Eleanor Hadland, Senior Analystin für Häfen und Terminals bei Drewry Shipping Consultants, beschrieb die Erfahrungen der Branche seit der Währungskrise von 2008 als "Achterbahnfahrt", wobei die letzten fünf Jahre besonders turbulent waren. Als Reaktion auf diese Veränderungen suchen Verlader aktiv nach Möglichkeiten, die schlimmsten Auswirkungen der aktuellen Lieferkettenunterbrechungen zu minimieren und sich auf zukünftige Ereignisse vorzubereiten, wie z. B. den möglichen Streik an der US-Ostküste, der am 1. Oktober beginnen soll, falls bis dahin kein neuer Vertrag erzielt wird. Aktuelle Störungen, die durch Umleitungen im Roten Meer infolge des Nahostkonflikts verursacht werden, haben dazu geführt, dass Ladungen um das Kap der Guten Hoffnung umgeleitet wurden. Dies hat erhebliche Überkapazitäten absorbiert, die Frachtraten erhöht und anfänglich zu Staus geführt.