EU finanziert Landstromversorgung für nordeuropäische Häfen zur Reduzierung von Schiffsmissionen
Vier bedeutende nordeuropäische Häfen werden die Emissionen von angedockten Containerschiffen erheblich reduzieren. Dank einer gemeinsamen Finanzierung von 20 Millionen Euro aus dem "Connecting Europe Facility"-Programm der Europäischen Union für das Projekt "EU.OPS.Network" werden die Häfen von Aarhus (Dänemark), Göteborg (Schweden), Bremerhaven (Deutschland) und Stockholm (Schweden) bis 2030 eine Landstromversorgung (OPS) für Containerschiffe einführen. Diese Initiative wird voraussichtlich nicht nur die CO2-Emissionen, sondern auch andere schädliche Schadstoffe wie Stickoxide, die üblicherweise von stationären Containerschiffen ausgestoßen werden, erheblich reduzieren. Das Projekt dient auch als proaktive Maßnahme im Hinblick auf neue EU-Vorschriften, die 2030 in Kraft treten und Schiffe mit einer Bruttotonnage von über 5.000 Tonnen verpflichten, während sie im Hafen liegen, Landstrom zu nutzen. Anne Zachariassen, COO des dänischen Hafens Aarhus und Projektkoordinatorin, äußerte ihre Freude: "Wir freuen uns sehr, dass die Europäische Kommission und der CEF-Ausschuss unsere hohen Ambitionen für den grünen Übergang anerkennen. Als einige der wichtigsten Häfen Nordeuropas ist es fantastisch, dass wir zusammenarbeiten können, um den ökologischen Fußabdruck der Schifffahrt zu reduzieren, was eine globale Herausforderung ist, der wir uns gemeinsam stellen. OPS für Containerschiffe ist ein entscheidender Teil für alle beteiligten Häfen." Durch OPS werden Containerschiffe von Diesel-betriebenen Bordgeneratoren auf Strom aus dem Netz umsteigen, wodurch ihre Umweltauswirkungen verringert, die Luftqualität in Hafengebieten verbessert und die Arbeitsbedingungen für das Hafenpersonal verbessert werden.