Ein turbulentes geopolitisches Umfeld, geprägt von einer Zunahme globaler Zollregime und einer schwachen Nachfrage im Frachtverkehr, hat Kuehne+Nagel im vierten Quartal belastet. Das operative Kernergebnis sank im Jahresvergleich um 20 % auf 432,4 Millionen US-Dollar.

Der Nettoumsatz des in der Schweiz ansässigen Logistikriesen stieg moderat um 3 % auf 2,9 Milliarden US-Dollar. Der Nettoumsatz für das Gesamtjahr 2025 betrug 11,4 Milliarden US-Dollar, nur 2 % mehr als im Vorjahr, wie aus den am Dienstag veröffentlichten Finanzergebnissen hervorgeht. Für das Jahr sank das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 17 %, hauptsächlich aufgrund von Preisdruck im Seefrachtgeschäft im zweiten und dritten Quartal. Der Gewinn pro Aktie fiel um 25 %.

Kuehne+Nagel (SIX: KNIN) hat im Oktober ein Kostensenkungsprogramm implementiert, das bis Ende 2026 Kosteneinsparungen von 258 Millionen US-Dollar erzielen soll. Das Management kündigte an, mehr als 2.000 Vollzeitstellen abzubauen, was Einsparungen von 193 Millionen US-Dollar bringen soll. Die Reduzierung der Mitarbeiterzahl sei hauptsächlich auf technologiegestützte Effizienzsteigerungen zurückzuführen und weniger auf die schwache Nachfrage, sagten Führungskräfte.

Das Unternehmen beschäftigte Ende 2025 rund 85.000 Mitarbeiter, etwa 5.000 mehr als im Vorjahr.